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22. Bayrisches Infanterieregiment

Das 22. bayrische Infanterieregiment Zweibrücken                                          
(Als Folge des Wiener-Kongresses gelangte das Herzogtum Zweibrücken-Pfalz ab 1815 zu Bayern)                                                                                                              
Das 22. Bayrische Infanterie-Regiment wurde 1897 aufgestellt und in Zweibrücken stationiert
Stationierung 1914: Regimentsstab I. und II. Bataillon
MG-Kompanie: Zweibrücken
III. Bataillon: Saargemünd


Kommandeure:
vor Kriegsbeginn 1914 bis 21.9.1914: Oberst Schulz (Otto)
ab 21.9.1914 Oberstleutnant Lettenmayer
ab 29.8.1915 Generalmajor z.D. Raab
ab 23.7.1916 Oberstleutnant Vogt
ab 16.9.1917 bis Kriegsende: Oberst Carl


Unterstellungsverhältnisse 1914 (bei Kriegsbeginn):
  5. Infanterie-Brigade (Zweibrücken)
  3. Division (Landau)
  II. Bayrisches Armeekorps (Würzburg)
21. Bayrische Infanteriebrigade
11. Bayrische Infanterie-Division
Am 20. Januar 1915 wurde Fürst Wilhelm von Hohenzollern zum Inhaber des Regiments ernannt, der dem Regiment seinen Namen gab - 22. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment „Fürst Wilhelm von Hohenzollern“


Einsatz des 22. bayerischen Infanterie-Regiments während des Ersten Weltkriegs:
1914: Bei Kriegsbeginn in den Vogesen, Herbst 1914 an der Somme und bei Ypern. 
1915: Bis März im Westen, Raum Douai. Mai Verlegung an die Ostfront zur 11. deutschen Armee, Einsatz bei Gorlice und vor Przemysl, Vormarsch auf Brest-Litowsk, September Verlegung nach Serbien, Donauübergang westlich Weißkirchen, Vormarsch nach Süden bis Kragujevac. Ende 1915 Verlegung nach Westen, Raum Antwerpen 
1916: Anfang März Einsatz in der Anfangsphase der Schlacht um Verdun (Wald von Avocourt). Dort Einsatz bis Mai 1916, dann Ablösung nach starken Verlusten. Juni Verlegung an die Ostfront an den Stochod (Raum Brody), zur Abwehr der Brussilow-Offensive Oktober: Einsatz in Rumänien, bis Anfang 1917 Vormarsch nach Bukarest, Schlacht bei Targu-Jiu, dann zum Sereth und Richtung Ploesti. 
1917: April Verlegung in den Westen, Mai Einsatz am Chemin des Dames bei Cerny, Oktober in Flandern bei Passchendaele (ostwärts Ypern), Ende 1917 bei St. Mihiel (südostwärts Verdun), dort auch noch im Frühjahr 1918. 
1918: April: Einsatz am Kemmelberg (südlich Ypern) Ende Mai/Juni: Einsatz an der Aisne bei Cutry Juli: Verteidigung ostwärts Cutry, dort wurde die Einheit am 18.7.1918 nahezu aufgerieben. Die Reste wurde zur Auffrischung herausgezogen und erst im September wieder bei den Verzögerungskämpfen zwischen Langemarck und Gent in Flandern eingesetzt. Bei Kriegsende im Raum Antwerpen, von dort Rücktransport/Rückmarsch nach Borken in Westfalen, da die Heimatgarnison Zweibrücken nach dem Waffenstillstand in der entmilitarisierten Zone des Rheinlands lag. Das Ersatz-Bataillon des Regiments lag während des Krieges in Zweibrücken.
Garnisonslazarett Zweibrücken
Aufstellung von Reserveformationen bei Kriegsbeginn 1914 in Zweibrücken:
II. Bataillon und Maschinengewehrkompanie des bayrischen Reserve-Infanterie-Regiments bayrischen Reserve-Infanterie-Regiments 8
5. bayerische gemischte Ersatzbrigade (Brigadestab)
Bayrische Brigade-Ersatz-Bataillon 5
Landsturm-Infanterie-Bataillon Zweibrücken (II.B.2)


1914 - 1918:
Stellvertretendes Kommando 5. Bayrische Infanterie-Brigade
Ersatzbataillon 22. Infanterie-Regiment (zeitweise 2 Ersatzbataillone)
II. Ersatzbataillon 8. Infanterie-Regiment (nur bis 1917)
Landsturm - Infanterie - Ersatzbataillon Zweibrücken- Kaiserslautern (II.B.12)
6. Ersatz-Maschinengewehr-Kompanie II. Armeekorps
Flieger- Abwehr- MG-Züge 84 und 85
200 cm Eisenbahn-Flak-Scheinwerferzug 505
Immobile Kraftwagen-Kolonne 6
Flakgruppe Zweibrücken
Landwehr-Bezirkskommando
Garnisonsverwaltung
Immobile Bahnhofskommandantur
Militär-Lebensmittelamt
Standortschlächterei
Einberufungs- und Schlichtungsausschuss
Reservelazarett


Im 1. Weltkrieg hatte das 22. Infanterie-Regiment zu beklagen:
Tote: 3.593 Mannschaften, 412 Unteroffiziere, 73 Offiziere, und 2 Ärzte
Vermisste: 835 Mannschaften und 73 Unteroffiziere
durch Krankheiten/Unfall Verstorbenen: 127 Mannschaften, 12 Unteroffiziere und 2 Offiziere
Am Ende des Krieges befanden sich 1.894 Mannschaften, 291 Unteroffiziere,  50 Offiziere und 2 Ärzte, und in Kriegsgefangenschaft


Noch heute erinnert die 22er - Strasse sowie die 22er - Kaserne an das bayerische Infanterie-Regiment Zweibrücken.
 

Meine Dienstzeit beim Bayrisches Infanterieregiment

Bild aus der Sammlung von Michael Zimmermann - Dienstzeit im bayerischen Infanterie-Regiment

 

© 2009 Michael Zimmermann / Zweibrücken