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Porzellanmanufaktur Zweibrücken

Im Jahre 1767 wurde vom Alchimisten Dr. Josef Michael Stahl im Auftrag von Herzog Christian IV im Lustschloss Louisenthal in Gutenbrunn bei Wörschweiler eine Porzellanmanufaktur eingerichtet. Wegen Hochwasser wurde diese bereits zwei Jahre danach nach Zweibrücken in das erste Zweibrücker Schloss den sogenannten „Langen Bau“ verlegt. Dieses Porzellan wurde damals auch „weises Gold“ genannt, weil, es sich nicht jeder leisten konnte. In welchem Teil des alten Schlosses diese Manufaktur untergebracht war kann heute nicht mehr genau gesagt werden. Im Jahre 1775 wurde durch den Tod des Herzogs die Porzellanmanufaktur wegen Absatzproblemen wieder aufgegeben. Da in Zweibrücken nur acht Jahre lang Porzellan hergestellt wurde ist es heute ein sehr wertvolles Sammlergut. Es sind noch weltweit etwa 230 Teile davon überliefert. Die Stadt Zweibrücken stellt im Stadtmuseum 74 Teile aus. Das Zweibrücker Porzellan wurde anfangs mit einer Doppelbogenbrücke später mit den Zeichen „PZ“ (Porzellan Zweibrücken) gekennzeichnet.
Es wurden Tafelgeschirre, Messergriffe, Pfeifenköpfe, Schreibgarnituren, Dekorationsgegenstände und plastische Figuren hergestellt.

Porzellan aus Zweibrücken

© 2009 Michael Zimmermann / Zweibrücken