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Das Lustschloss Tschifflick

Das in der Fasanerie stehende Lustschloss Tschifflik, lies sich der ehemalige König von Polen und Großfürst von Litauen Stanislaus I. Leszczyński in den Jahren 1715 und 1716 als Sommerresidenz erbauen. Am 4. Juli 1714 kam der abgesetzte Polenkönig unter dem Pseudonym Graf Kronstein in die Stadt die er als Exil wählte. Wenige Monate später folgten ihm seine Familie mit dem etwa 100 bis 150 köpfigen polnischen Hofstaat nach Zweibrücken. Die Familie Leszczyński, lebte in einem extra für sie aufwendig Restaurierten Gebäude in der Oberstadt. Bereits im Jahr 1715 wurde ein Teil der Wohnanlage des Lustschlosses fertig gestellt und vermutlich von seinen Töchtern bezogen.

Die vom schwedischen Baumeister Jonas Erikson Sundahl geplante Residenz wurde 1716 von der königlichen Familie bezogen. Die gesamte Anlage umfasste neben dem Haupthaus worin die Familie lebte noch zwei Wohnhäuser für den Hofstaat, zwei Nutzhäuser mit Stallungen worin Lebensmittel, Handelswaren und die Pferde untergebracht wurden. Eine große Terrassenanlage mit Appartements wurde für Gäste der Familie errichtet. Die bis heute noch erhaltenen Wasseranlagen waren damals mit verschiedenen Wasserspielen ausgestattet, ein umfangreiches Gartenareal mit Freilichtbühne stand zum Vergnügen zur Verfügung.
Stanislaus musste nach dem Tod Karls XII. im Jahre 1718 das Herzogtum verlassen, und suchte Zuflucht in Weißenburg im Elsass und in Landau.

Herzog Gustav Samuel Leopold ließ 1728 das von Stanislaus nicht komplett realisierte Lustschloss Tschifflik durch den Architekten Sundahl vollenden.
 

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© 2009 Michael Zimmermann / Zweibrücken